....Beatrice und Daniel Andeer

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Beatrice

Als ganz gesundes Kind im Mai 1957 in Bern geboren, erkrankte ich eine Woche nach der Geburt an einem unbekannten Virus, der verschiedene Kugelgelenke in meinem Körper zerstörte. Trotz ganz schlechten Prognosen konnte ich meine Defizite mit starkem Willen ausgleichen und erreichte die mir gesteckten Ziele.

1978 schloss ich meine Ausbildung mit dem Primarlehrerpatent ab und unterrichtete anschliessend während 7 Jahren als Religionslehrerin an der Stadtschule in Chur. Am Anfang meiner Lehrtätigkeit verlor ich mein Herz an einen Bündner und heiratete im September 1979.

Sechs Jahre später wurde unsere Tochter geboren und drei Jahre später unser Sohn. Ich war nun überzeugte Familienmanagerin und setzte meine organisatorischen und kreativen Fähigkeiten vorallem zuhause ein.

Zusammen mit meinem Mann Daniel setzte ich mich gemeinsam mit anderen Betroffenen bei der Gründung einer christlichen Behindertenarbeit ein. Zunehmend entdeckte ich dort meine Fähigkeiten, in der Öffentlichkeit meine Lebens- und Glaubenserfahrungen als behinderte Frau mit anderen zu teilen und zu ermutigen, sinnvolle Lebenswege zu suchen.

Wo stehe ich heute und was habe ich weiter zu geben? Bedingt durch zunehmende schwere Arthrose in den zerstörten Gelenken, verbringe ich meine Tage vorwiegend sitzend, im Elektrorollstuhl, im eigenen Auto oder vorallem zu Hause. In Referaten für Erwachsene gebe ich meine Erfahrungen zu den Themen  "ICH LEISTE-DARUM BIN ICH?!"  (Leistung- Selbstwert- Gottesbild ) oder zu der Frage  "KRISE GLEICH CHANCE???"  weiter. Mehr dazu finden Sie hier.

Nach langer Abwesenheit vom Schulalltag  „stehe“ ich auch wieder vor Schulklassen oder Jugendlichen in Kirchgemeinden um ihnen das Thema  "UMGANG MIT BEHINDERTEN (K)EIN PROBLEM" näher zu bringen. Es sind spezielle Erfahrungen, wenn man plötzlich (wenn auch nur probehalber) im Rollstuhl zu sitzen oder mit den Füssen schreiben muss. Auf diese Weise versuche ich, sogenannt gesunde Menschen an das Thema „Behinderung" heran zu führen. Dass in meinem oft turbulenten und schmerzvollen Leben auch der Glaube an Gott einen grossen Stellenwert hat, erachte ich als wichtige Botschaft bei meinen Einsätzen. Hier zu den Details.

Als Ausgleich zu meiner Kopfarbeit und um meine vielen unausgefüllten Stunden sinnvoll zu nutzen, bin ich auch begeisterte Strickerin. In meinem Vorrat finden sie fast immer einen schönen Schal für den nächsten Geburtstag einer Freundin oder warme Socken für den nächsten Winter. Mit diesen kreativen Erzeugnissen unterstütze ich Projekte für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Bedingt durch meine vielen persönlichen Erfahrungen habe ich vor einigen Jahren noch einen Grundkurs für Seelsorge und Lebensberatung absolviert und begleite oft Menschen auf ihrem schwierigen Lebensweg.